Heute ist der Tag, ich weiß es, heute ist der Tag
Ich erkenne sie, die Zeit des Jahres, still und stumm
Wenn ich woanders sicher lieber wohnen wollte
Im Land, wo Herbst und Herzen ihre Heimat haben
Jetzt bin ich zu Hause fremd, vergrämt und so verloren
Schwer versuche ich, das Chaos meines Kopfs zu zügeln
Deshalb schreibe ich den Brief in deiner fernen Sprache
Langsam werde ich die Wahrheit fremder Worte wählen
So langsam doch, dass ich vielleicht vergessen werde,
Weinen noch zu wollen
Das, seit alten Jahren, ist dem Herzen alles, was Askese ist
Viel Disziplin des Gemütes verdeckt ein bemühtes Gedicht
Nach und nach, von Träumen bis zu Tränen, von dir zu mir
Kam ein Yoga, dessen Sūtras einmal wilde Worte waren
Davon hab’ ich gelernt und werde endlos immer lernen,
Oberhalb Liebe und Leere zu sein, wo der Ātman innen ist
Ich atme ein und lebe nicht, ich atme aus und sterbe nicht
Keinmal doch geschwinder als der Rhythmus eines Verses
Ganz geduldig warte ich darauf, dass du in dieser Dichtung
Eines Tages mich besuchst, um mir zu helfen bei dem Leben
Du atmest dann für beide ein, ich atme gleich für beide aus
Von unsren Stimmen würde dieses Lied im Takt geschrieben
Und all der Vers bekommt den fremden Reim darin vermisst
ॐ नमः शिवाय